St. Katharina (Plößnitz)

Die St. Katharina-Kirche ist eine Kirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland im zur Stadt Landsberg in Sachsen-Anhalt gehörenden Ortsteil Plößnitz.
Die Kirchengemeinde gehört zum Pfarramt Hohenthurm und zählt 62 Gemeindeglieder (Stand 2015).

Die Kirche befindet sich im Ortskern auf der Ostseite der Kreisstraße gegenüber der Einmündung des Maschwitzer Wegs.
Die einschiffige Kirche ist aus Bruchsteinen errichtet und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Westlich des Kirchenschiffs befindet sich ein quer zum Schiff stehender Kirchturm. Er ist mit einem Satteldach bedeckt und verfügt über als Spitzbögen ausgeführte Schallarkaden. Im Jahr 1505 sowie im 19. Jahrhundert erfolgten Umbauten. Auf der Südseite des Kirchenschiffs ist ein kleiner Anbau angefügt.
Das Kircheninneren wird von einer Bohlendecke aus dem 16. Jahrhundert überspannt. Sie ist mit ornamentaler Schablonenmalerei verziert. Darüber hinaus besteht eine zweiseitige Empore. Der gotische Schnitzaltar entstand um 1430. In seinem erhöhten mittleren Teil ist eine Madonna abgebildet. Sie wird seitlich von jeweils zwei übereinander angeordneten weiblichen Heiligen flankiert. In den Flügeln des Altars ist als Figur nur die des Jacobus Major erhalten.
Im Jahr 1937 erfolgte eine Restaurierung. Hierbei wurde der Schnitzaltar in den Flügeln durch Texte behutsam ergänzt. Während der Restaurierung kam es auch zu großflächigen Ergänzungen der Deckenmalereien.
In der Kirche befindet sich auch eine polygonale Pfarrloge mit Rankengitter und gleichfalls polygonaler Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Weiterhin ist ein Taufgestell vom Anfang des 18. Jahrhunderts und eine inschriftlich auf das Jahr 1505 datierte Sakramentsnische vorhanden. Die in der Kirche befindliche Rühlmann-Orgel verfügt über ein mechanisches Spielwerk von 1880.
Auf dem die Kirche umgebenden Friedhof befindet sich nördlich der Kirche ein Kriegerdenkmal zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg Gefallenen.
Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist die Kirche unter der Erfassungsnummer 094 55048 als Baudenkmal verzeichnet.
51.53435312.061107Koordinaten: 51° 32′ 4″ N, 12° 3′ 40″ O

Bugrino (Archangelsk)

Bugrino (russisch Бугрино́) ist ein Siedlung auf der russischen Insel Kolgujew im Autonomen Kreis der Nenzen mit 424 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010). Der Ort befindet sich, wie die gesamte Insel Kolgujew, in einem Sperrgebiet und darf nur mit Genehmigung des FSB betreten werden.

Bugrino befindet sich im Süden der Insel Kolgujew, an der Pomorski-Meerenge (Поморский пролив) der östlichen Barentssee. Östlich des Ortes mündet der Fluss Bugrjanka in die Barentssee. Die Hauptstadt des Autonomen Kreises der Nenzen Narjan-Mar liegt etwa 200 km Luftlinie südöstlich von Bugrino.
Administrativ gehört Bugrino zum Sapoljarny rajon. Zudem ist es Verwaltungssitz und einziger ständig bewohnter Ort der Gemeinde Kolgujewski selsowet.
Die Insel Kolgujew wurde bereits vor der russischen Eroberung, durch das Großfürstentum Moskau im 15. Jahrhundert, von Pomoren bewohnt. Allerdings gab es hier keine dauerhaften Siedlungen. Im Jahr 1776 erreichte ein Segelschiff des Mesener Altgläubigen Kotkin mit den ersten russischen Familien die Insel. Das Lager bestand jedoch nur ein Jahr, da mit Ausnahme von vier Personen alle 70 Siedler an Skorbut starben. Bugrino, der Name des Lagers, leitete sich vom Wort bugrana (буграна) ab, mit welchem im russischen Norden einfache Behausungen bezeichnet werden.
Anfang des 19. Jahrhunderts gelangten auch die ersten Nenzen auf die Insel. Die ersten Siedler lebten von der Rentierzucht, der Jagd von Landtieren und Meeressäugern sowie dem Fischfang. Im Jahr 1858 wurde Kolgujew bereits von mehr als 100 Menschen bewohnt. Das administrative Zentrum der Insel war seit dieser Zeit Bugrino. Auf Grund der nomadischen Lebensweise der Nenzen, lebten in Bugrino bis ins 20. Jahrhundert nur wenige Personen. Von den 104 Bewohnern Kolgujews im Jahr 1926 lebten nur sechs in der Siedlung.
Im Jahr 1924 entstand der Kolgujewski ostrownoi Sowet (Kolgujewer Inselsowjet) mit Sitz in Bugrino. Im Jahr 1936 wurden im Ort einige Wohnhäuser, eine Schulinternat, eine Bäckerei sowie ein Laden gebaut. Ab dieser Zeit begann sich die Inselbevölkerung vermehrt in Burgino anzusiedeln.
Auf Grund der sowjetischen Kernwaffentests Mitte der 1950er Jahre auf Nowaja Semlja wurde der größte Teil der dort lebenden Nenzen, sowie ihre Rentiere, evakuiert und nach Kolgujew übersiedelt.
Im Jahr 1995 wurde der Kolgujewski selsowet als gleichnamige Gemeinde neu formiert. Seit dem Jahr 2005 ist Bugrino als Zentrum des Kolgujewski selsowet Teil des Sapoljarny rajon.
Anmerkung: 2002 und 2010 Volkszählungsdaten
Der Ort verfügt über einen Kindergarten, eine Grundschule, eine Bibliothek, ein Kulturhaus, ein Postbüro, ein Dieselkraftwerk, eine Wetterstation und einen Laden. Zudem gibt es einen Feldscher-Punkt (Фельдшерско-акушерский пункт) welche die medizinische Grundversorgung sicherstellt.
In Bugrino gibt es keine Industrie. Die Bevölkerung ist schwerpunktmäßig in der Rentierhaltung tätig.
Nahe dem Ort gibt es einen kleinen Flughafen, von dem aus regelmäßige Verbindungen per Antonow An-2 und Mi-8 nach Narjan-Mar bestehen. Von Bugrino aus führt ein Fahrweg zur, seit 1987 bestehenden, Erdöl-Arbeitersiedlung Pestschanka, bei der Erdöl-Lagerstätte Pestschanoosjorskoje. Pestschanka verfügt über einen eigenen Flughafen, über den regelmäßige Verbindungen nach Murmansk bestehen.
Bugrino gehört, wie weite Teile des Sapoljarny rajon, zur so genannten Grenzzone (Пограничная зона) der Russischen Föderation. In diesen Gebieten ist der Zugang sowohl für Russen als auch für Ausländer reglementiert. Genehmigungen für das Betreten dieser Gebiete werden vom FSB erteilt.
Hauptstadt: Narjan-Mar
Amderma | Andeg | Bugrino | Charuta | Chorei-Wer | Indiga | Iskatelei | Karataika | Kotkino | Krasnoje | Nelmin Nos | Nes | Nischnjaja Pjoscha | Oksino | Oma | Schoina | Telwiska | Ust-Kara | Welikowissotschnoje

Rosenberg (Herrschaft)

Die Familie von Rosenberg war ein fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht.

Die Familie von Rosenberg soll aus der Familie von Uissigheim hervorgegangen sein, Ministeriale gleichnamiger Edelfreier. Seit 1285 sind sie in Rosenberg beurkundet und nannten sich nach der deutlich älteren Ortschaft um. Neben Burg und Ort hatten sie Lehen von Würzburg und Wertheim inne.
Für den Mainzer Erzbischof Balduin war Eberhard II. als Vogt auch in diplomatischen Angelegenheiten unterwegs. Bei der Wahl des Würzburger Bischofs 1333 war er anwesend und setzte sich für den von Kaiser Ludwig dem Bayern favorisierten Kandidaten Hermann II. Hummel von Lichtenberg ein. Unter Heinrich III. von Virneburg war er Mitglied einer vormundschaftlichen Regierung über das Mainzer Hochstift. Anschließend ging der Einfluss der Familie im Bistum Mainz zurück, dagegen nahmen sie in der Kurpfalz wichtige Positionen ein. Konrad IV. war Viztum von Amberg und Heidelberg.
Zu ihren Erwerbungen zählten Teile von Niederstetten, Waldmannshofen, Essingen, Schüpf und Boxberg. Von den Edelfreien von Boxberg waren Schüpf und Boxberg an den Johanniterorden gelangt, der sich aufgrund drückender Schulden zum Verkauf gezwungen sah. Die hohe Kaufsumme brachten die Rosenberger mit Unterstützung der Kurpfalz und offenbar auch Würzburg auf. Als Teil der fränkischen reichsfreien Ritterschaft war die Familie im Ritterkanton Odenwald organisiert.
Im Jahr 1419 kauft Kunz von Rosenberg zu Röttingen für 5500 rheinische Gulden den Zent Bartenstein. Dazu gehören: ein Teil des Schlosses zu Bartenstein, die Burg zu Riedbach das halbe Dorf Riedbach, den Zehnten zu Schweigern, Stuppach, Dörtel , Ermershausen, Hirschbronn, Reckertsfelden, Leopoldsweiler und zu Hornungshof, sowie die Dörfer Herren-/Wildentierbach, Wittenweiler, Raboldshausen, Heuchlingen, Zell, Leopoldsweiler, Stuppach, Adolzhausen, Ganertshausen, Ettenhausen, Hirschbronn und Kottmansweiler. Um 1440 übernehmen Kraft und Albrecht von Hohenlohe die oben genannten Besitzungen. Kunz von Rosenberg zu Bartenstein gehörte ein Viertel von Boxberg, sein Vetter Arnold von Rosenberg war mit Christina von Handschuhsheim (bei Heidelberg) verheiratet .
Am 23. Januar 1470 schlossen sich Mainz, Würzburg und die Kurpfalz zu einem Bündnis gegen die Rosenberger zusammen. Mit einer Streitmacht von 200 Fußknechten und 300 Reitern gingen sie gegen Burg Boxberg mit einer Besatzung von 120 Mann, die mit Büchsen bewaffnet waren, vor. Anlass gab der Vorwurf des Raubrittertums, sicher spielten aber auch die territorialen Interessen eine große Rolle. Georg II. konnte mit Verhandlungsgeschick die Folgen der Niederlage abfangen. 1486 zog er gegen den Würzburger Bischof Rudolf II. von Scherenberg in Fehde, den er für den Hauptverantwortlichen der Bedrängnis hielt.
Als Helfer des Hans Thomas von Absberg und durch ihre eigene Rosenberger Fehde gerieten die Rosenberger 1523 im Fränkischen Krieg erneut unter Druck, diesmal durch den Schwäbischen Bund. Er rückte mit einem übermächtigen Heer an, um dem Raubrittertum Einhalt zu gebieten, und zerstörte mehrere Burgen der Rosenberger. Die Wandereisen-Holzschnitte von 1523 schildern den Zug des Bundes, der die Rosenberger Burg Boxberg, die Stadt Aub, Burg Waldmannshofen, Burg Gnötzheim und die Wasserburg Dietenhofen bekämpfte. Die Boxberger Linie der Rosenberger erlosch 1542 mit Hans Ulrich.
Unter Ritter Albrecht gelang es aufgrund einer systematischen Ansammlung von Rechten und einer Vereinigung verschiedener Lehen in einer Hand, eine annähernd geschlossene Herrschaft aufzubauen, der sich im Zuge der Reformation auch kirchliche Rechte einfügten. Es handelt sich um Lehen von Mainz, der Pfalz, Würzburg, Hohenlohe, Wertheim und Limpurg. Beteiligt am Grumbachschen Händel wurde Albrecht 1566 auf dem Augsburger Reichstag festgenommen und starb 1572 in der Haft in Wien. Mit dem Tode Albrechts, der selbst keine Nachkommen hatte, zerfiel auch die gebildete Herrschaft wieder.
Der im Detail kritisch zu betrachtende Genealoge Johann Gottfried Biedermann beschreibt auf mehreren Stammtafeln die Familienzusammenhänge des Geschlechtes. Er unterscheidet eine erste und zweite Hauptlinie und unterteilt letztere in Linien zu Gnötzheim, Uttenhofen, Rosenberg und Haltenbergstetten. Mehrere Personen standen Ende des 15. Jahrhunderts als Räte, Amtmänner von Uffenheim und in weiteren Positionen im Dienste des Fürstentums Ansbach. Nach Biedermann war der letzte Namensträger des Geschlechtes Albrecht Christoph von Rosenberg, der mit dem Todesjahr 1619 seine früh verstorbenen Söhne überlebte. Er war u. a. Hauptmann des Ritterkantons Odenwald.
Grabmäler der Rosenberger finden sich in Aub, in der Johanniterkirche von Wölchingen (auch als “Dom des badischen Frankenlandes” bezeichnet) in Waldmannshofen und in Gnötzheim. Dort sind heute noch zahlreiche Epitaphen mit Ritterplastiken, Darstellungen von Eheleuten und Frauen in Ordenstrachten zu sehen.
Das Wappen der Rosenberg ist geteilt und fünfmal gespalten. Die obere Hälfte zeigt abwechselnd sechs rote und silberne Rechtecke, die untere Hälfte abwechselnd sechs silberne und rote Rechtecke. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken je ein auswärts gewendeter roter und silberner Schwanenhals, die eine goldene Blume umschließen.
Ingeram-Codex der ehemaligen Bibliothek Cotta
Siebmachers Wappenbuch
Seite aus dem Codex Rossianus 711
Wappen am Spital von Aub, zentral das Wappen des Würzburger Bischofs Julius Echter von Mespelbrunn, links die Truchseß von Baldersheim
Wappensiegel des Speyerer Bischofs Philipp von Rosenberg
Wappen der Gemeinde Martinsheim
Ein Rosenberger soll die Bürgermeister von Boxberg unter einem Vorwand zu sich gerufen haben – in der Absicht, sie aufzuhängen. Einer verspätete sich wegen einer Liebschaft. Ein Bauer soll dem Verspäteten zugerufen haben, er solle sich aus dem Staub machen, die anderen würden schon hängen. Heute sollen Kreuze auf einem Berg auf diese Geschichte aufmerksam machen.

Sebastiano Nela


Sebastiano „Sebino“ Nela (* 13. März 1961 in Rapallo) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler.
Für die italienische Fußballnationalmannschaft bestritt der Abwehrspieler, der auf beiden Flügeln eingesetzt werden konnte, fünf Partien. Im Verein spielte er für den CFC Genua, den AS Rom und den SSC Neapel.

Sebastiano Nela begann seine Laufbahn beim CFC Genua, für den er 1978/79 in der Serie B sein Profidebüt gab. Bereits 1979/80 war er Stammspieler bei den Grifoni und in der folgenden Spielzeit stieg er mit der von Gigi Simoni trainierten Mannschaft in die Serie A auf.
Zur Saison 1981/82 wechselte Nela zum AS Rom, für den er am 13. September 1981 beim 0:0 gegen die US Avellino 20-jährig sein Debüt in Italiens höchster Spielklasse feierte. Der Abwehrspieler war auch beim Hauptstadtklub auf Anhieb Stammkraft und gewann Saison 1982/83 unter Nils Liedholm den einzigen italienischen Meistertitel seiner Laufbahn. In der folgenden Spielzeit gewann er mit der Roma gegen Hellas Verona die Coppa Italia. Im Europapokal der Landesmeister musste man sich im Finale dem FC Liverpool mit 2:4 nach Elfmeterschießen geschlagen geben. 1985/86 gewann Nela mit dem AS Rom erneut die Coppa Italia, 1987 zog er sich bei einem Unfall eine Verletzung zu, die ihn für fast ein Jahr außer Gefecht setzte.
Nach seinem dritten Coppa-Italia-Sieg 1990/91 verließ Sebastiano Nela 1992 die Roma und ging zum SSC Neapel, bei dem er 1994 seine Profilaufbahn beendete.
Insgesamt bestritt Nela 315 Serie-A-Spiele und erzielte dabei 16 Tore.
Nela absolvierte von 1981 bis 1982 unter dem damaligen Nationaltrainer Azeglio Vicini insgesamt fünf Länderspiele in der italienischen U-21-Auswahl. Dabei debütierte er am 23. September 1981 in der Auswärtspartie gegen Bulgarien für die Azzurrini. In seinen fünf Einsätzen in der U-21 erzielten die Mannschaften nur drei Treffer, davon gewann Italien eine Partie.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1984 in Los Angeles, bei denen Nela mit Italien am Fußballturnier teilnahm, absolvierte er drei Spiele und belegte mit seiner Mannschaft den vierten Platz.
Für die A-Nationalmannschaft Italiens absolvierte der Defensivspieler am 22. Mai 1984 sein erstes Länderspiel, das mit 0:1 gegen Deutschland verloren wurde. In den drei folgenden Partien gegen Österreich, Griechenland und Malta konnte jeweils ein Sieg der Squadra Azzurra errungen werden. Der Höhepunkt seiner Nationalmannschaftskarriere war die Berufung in das italienische Aufgebot zur Fußball-Weltmeisterschaft 1986. Seinen letzten Einsatz bestritt Nela am 18. April 1987 wiederum gegen Deutschland, die Partie endete torlos.
Seit seinem Karriereende arbeitet Sebastiano Nela als TV-Kommentator.

Grand Prix Hassan II 2015/Qualifikation

Dieser Artikel zeigt die Ergebnisse der Qualifikationsrunden für den Grand Prix Hassan II 2015. Für das Turnier der Kategorie ATP World Tour 250 qualifizierten sich vier Spieler, welche in drei Runden ausgemacht wurden. Insgesamt nahmen 32 Spieler an der Qualifikation teil, die vom 4. bis zum 6. April 2015 stattfand.

Brisbane | Doha | Chennai | Sydney | Auckland |  Australian Open  | Montpellier | Zagreb | Quito | São Paulo |  Rotterdam  | Memphis | Marseille | Delray Beach |  Rio de Janeiro  |  Acapulco  |  Dubai  | Buenos Aires |  Indian Wells Masters  |  Miami Masters  | Houston | Casablanca |  Monte Carlo Masters  |  Barcelona  | Bukarest | Estoril | Istanbul | München |  Madrid Masters  |  Rom Masters  | Nizza | Genf |  French Open  | ’s-Hertogenbosch | Stuttgart |  Halle  |  London  | Nottingham |  Wimbledon  | Newport | Båstad | Bogotá | Umag |  Hamburg  | Atlanta | Gstaad | Kitzbühel |  Washington  |  Canada Masters  |  Cincinnati Masters  | Winston-Salem |  US Open  | Metz | Sankt Petersburg | Kuala Lumpur | Shenzhen |  Peking  |  Tokio  |  Shanghai Masters  | Stockholm | Moskau |  Wien  |  Basel  | Valencia |  Paris Masters  |  World Tour Finals 

Benjamin Ursinus (Mathematiker)

Benjamin Ursinus (eigentlich Benjamin Behr; latinisiert Ursinus), (* 15. Juli 1587 in Sprottau, Fürstentum Glogau; † 27. September 1633 in Frankfurt an der Oder) war ein deutscher Astronom und Mathematiker.

Benjamin Ursinus war Hofmeister (Privatlehrer) in Prag und danach Gymnasiallehrer am Gymnasium der Unität der Böhmischen Brüder in Sobieslau und in Beuthen (1614) . Er war in Kontakt mit Johannes Kepler, den er bei der Berechnung der Rudolfinischen Tafeln unterstützte und mit dem er auch später befreundet war. Ab 1615 war er am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin und ab 1630 Mathematikprofessor an der Universität in Frankfurt an der Oder.
1618 gab er Logarithmentafeln von John Napier heraus, gedruckt in Cölln an der Spree, mit um zwei Stellen gekürzten Zahlen und nach Napiers Ausgabe von 1614. Eine verbesserte, selbst berechnete Tafel mit um eine Stelle höherer Genauigkeit gab er 1624 heraus. 1623 veröffentlichte er eine deutsche Ausgabe der Rhabdologia von Napier, der seine Rechenstäbchen beschrieb, was den Zeitgenossen von Ursinus Wilhelm Schickard bei dessen Rechenmaschine beeinflusste (möglicherweise über Ursinus).

Gernot Klemm

Gernot Klemm (* 26. Januar 1965 in Berlin) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Von 1995 bis 2006 und von 2009 bis 2011 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Seit 2011 ist er Stadtrat (Dezernent) im Bezirk Treptow-Köpenick, seit Januar 2015 auch stellvertretender Bezirksbürgermeister.

Nach Polytechnischer Oberschule und Berufsausbildung mit Abitur, die er im Jahr 1984 abschloss, war Klemm als Facharbeiter für Eisenbahntechnik und dann als Streckenmeister tätig. Zwischen 1988 und 1990 leistete er seinen Grundwehrdienst bei der Bereitschaftspolizei in Basdorf. Von 1990 bis 1991 war er Polizist in Berlin. 1992 nahm er ein Studium der Politikwissenschaft an der Universität Potsdam auf, das er 1997 als Diplom-Politologe abschloss.
Klemm wurde 1983 Mitglied der SED. Von 1991 bis 1992 gehörte er dem Berliner PDS-Landesvorstand an. Von 1994 bis 2000 war er Bezirksvorsitzender der PDS-Weißensee und von 2000 bis 2008 Bezirksvorsitzender der PDS bzw. der Linken im Bezirk Pankow.
Von 1990 bis 1992 gehörte Klemm der Bezirksverordnetenversammlung in Köpenick an, von 1992 bis 1995 der in Weißensee. Von November 1995 bis Oktober 2006 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Von Dezember 2006 bis Ende 2011 war er Koordinator der Fraktionsvorsitzendenkonferenz der Linken. Am 2. November 2009 zog er als Nachrücker für den in den Bundestag gewählten Stefan Liebich wieder in das Abgeordnetenhaus ein und war dort wirtschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion bis zu seinem Ausscheiden Ende 2011.
Am 15. Dezember 2011 wurde er von der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick zum Stadtrat für Jugend gewählt. Mit Übernahme der Leitung des dortigen Ordnungsamtes im März 2013 wurde er Stadtrat für Jugend und öffentliche Ordnung im Bezirksamt Treptow-Köpenick und ist zudem Aufsichtsführender des Kintertagesstättenbetriebs Süd-Ost von Berlin. Am 9. November 2014 wurde er in den Landesvorstand der Berliner Linken gewählt.
Am 29. Januar 2015 wurde er von der Bezirksverordnetenversammlung von Treptow-Köpenick zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister gewählt und zum Stadtrat für Arbeit, Soziales und Gesundheit bestellt. Sein bisheriges Referat übernahm Michael Grunst (Die Linke).

Volsbach (Wüstung)

Die Wüstung Volsbach (auch Folsbach) befindet sich in der Gemarkung der Gemeinde Wingerode im Landkreis Eichsfeld in Thüringen.

Die Wüstung liegt ungefähr zwei Kilometer nordöstlich von Wingerode am Fuße des Zehnsberges (413 m) auf ungefähr 330 m Höhe. Der gleichnamige Volsbach entspringt nordöstlich der ehemaligen Ortslage, östlich befindet sich das Beurener Klosterholz (428 m). Die Bundesautobahn 38 mit der Etzelsbachtalbrücke verläuft unmittelbar südlich.
Volsbach wurde 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war mit mehreren Glasöfen ein bedeutender Glashüttenstandort im Eichsfeld. Die Tallage am Volsbach heißt noch heute Hüttengrund.
Die Siedlung existierte wohl noch den Jahren 1534, 1548 und 1556. Danach wird Volsbach mehrfach als wüst bezeichnet.
Zahlreiche Wanderwege führen von den umgebenden Ortschaften zur Wüstung. Heute findet man noch den mit Wall und Graben umgebenden Standort der Kirche, ein Gedenkstein erinnert an diese. Tisch und Bänke laden zur Erholung ein, Informationstafeln geben über die Glasherstellung und die Geschichte des Ortes Auskunft.
Johannes Müller: Wo einst ein Dorf stand: Die Wüstung Folsbach, Unser Eichsfeld (29) 1934, Mecke Verlag Duderstadt
51.40418910.264458Koordinaten: 51° 24′ 15,1″ N, 10° 15′ 52″ O

Mord in der Rue Morgue (1932)

Mord in der Rue Morgue ist ein Horrorfilm von 1932 mit Bela Lugosi aus der Produktion von Carl Laemmle. Der Handlung liegt die Erzählung Der Doppelmord in der Rue Morgue von Edgar Allan Poe zugrunde; die Geschichte ist so weit abgeändert, dass außer der Tatsache, dass die Morde von einem Affen begangen werden, nicht viele Gemeinsamkeiten bleiben.

Pierre Dupin, dessen Name sich an den des Detektivs Auguste C. Dupin aus der Erzählung Poes anlehnt, besucht auf einem Jahrmarkt mit seiner Verlobten Camille ein Zelt, in dem Dr. Mirakle einen Gorilla zur Schau stellt. Der Gorilla, der sich anscheinend in Camille verliebt, stiehlt dieser ihren Hut, woraufhin Dr. Mirakle verspricht, ihr einen neuen zu senden. In der Nacht ist Mirakle in den Straßen von Paris unterwegs, um eine Prostituierte zu entführen. In seinem Labor spritzt er ihr das Blut des Gorillas, worauf diese stirbt.
Man erfährt, dass Mirakle auf der Suche nach dem “Missing Link”, dem fehlenden Glied zwischen Affen und Mensch ist und versucht, dieses künstlich zu zeugen, was nun ein weiteres Mal misslungen sei. Am nächsten Tag wird die Leiche der Prostituierten aus der Seine gefischt und in die Leichenhalle gebracht. Dort taucht nun Pierre Dupin wieder auf, der Medizinstudent ist und versucht, die Morde an mittlerweile mehreren Prostituierten mittels seines medizinischen Wissens aufzuklären.
Mirakle hat seine Hoffnung, eine passende Braut für seinen Gorilla zu finden, noch nicht aufgegeben und schickt diesen zu Camille. Der Affe tötet Camilles Mutter, entführt die junge Frau und bringt sie ins Labor, wo Mirakle feststellt, dass ihr Blut mit jenem des Gorillas zusammenpasst. Inzwischen ist auch Pierre der Durchbruch gelungen. Er konnte feststellen, dass die Frauen am Affenblut gestorben sind und zieht die richtigen Schlüsse. Er stürmt zum Haus von Mirakle und erfährt unterwegs vom Verschwinden Camilles. Gegenüber der Polizei kann er den Fall aufklären und gemeinsam macht man sich auf den Weg zu Mirakle. Dieser wird allerdings inzwischen von seinem Affen angegriffen und getötet, das Tier aber macht sich mit der bewusstlosen Camille auf der Schulter davon.
Es liefert Pierre eine atemberaubende Verfolgungsjagd über die Dächer von Paris, die mit ihrem Blick auf das Häusermeer wohl eine für die damalige Zeit tricktechnische Meisterleistung darstellt. Schließlich kann Pierre den Affen erlegen und dieser fällt kopfüber in die Seine, während Pierre von der Menge bejubelt mit Camille vom Dach steigt.
„Der cineastische Reiz des frühen Horrorfilms liegt ganz in der Kamerarbeit von Karl Freund und im Dekor, beides stark dem expressionistischen deutschen Stummfilm nachempfunden.“

Pluszeichen

Das Pluszeichen (+) wird als mathematischer Operator für die Addition oder als Vorzeichen für positive Zahlen oder Größen verwendet.

Das Kreuz ist als Symbol seit der Steinzeit bekannt (etwa in Steinritzungen), aber meist nicht deutbar. Als Rechenzeichen ist es jüngeren Datums. Noch im 15. Jahrhundert war es üblich, die Wörter „plus“ und „minus“ auszuschreiben.
Das erste Pluszeichen im Druck erschien im Werk Mercantile Arithmetic oder Behende und hüpsche Rechenung auff allen Kauffmanschafft von Johannes Widmann, erschienen 1489 in Leipzig.
Das Pluszeichen wird in folgenden Rollen verwendet:
Das typografisch korrekte Pluszeichen besteht aus zwei gleich großen Balken, die sich in ihrem Mittelpunkt rechtwinklig kreuzen und von denen einer parallel zur Grundlinie verläuft. Somit ähnelt es einem griechischen Kreuz, jedoch sind die Balken im Verhältnis zur Gesamtgröße des Zeichens in der Regel schmäler.
In Druckschriften des 19. Jahrhunderts glich seine Breite üblicherweise der eines Geviertstrichs. Die Höhe des senkrechten Balkens variierte zwischen Versalhöhe und Gevierthöhe. Somit war (im Gegensatz zu heutigen Formen) der senkrechte Balken häufig etwas kürzer als der waagerechte.
In heutigen Schriftarten ist die Breite des Pluszeichens in der Regel auf das Aussehen der Dezimalziffern abgestimmt. Somit ähnelt seine Breite zumeist der der Ziffer Null. Der senkrechte Balken ist immer gleich lang wie der waagerechte, somit ist die Höhe des Zeichens stets geringer als die Versalhöhe. Vertikal ist es zumeist geringfügig (etwa eine Balkenbreite) über der Grundlinie positioniert, berücksichtigt also nicht die x-Linie.
Wie alle gängigen Rechenzeichen ist es unabhängig vom Stil der Schriftart, in der es enthalten ist, stets serifenlos. In kursiver Darstellung erscheint der senkrechte Balken in vielen Schriftarten ohne Neigung (d. h. die Schriftauszeichnung wird insoweit nicht immer berücksichtigt).
Die Gestaltung des Pluszeichen in einer Schriftart bestimmt in der Regel die Gestaltung weiterer Rechenzeichen.
Für die hebräische Schrift wurde eine abweichende Form des Pluszeichens konzipiert, dem der untere Teil des senkrechten Balkens fehlt, sodass seine Form nicht an ein (christliches) Kreuz erinnert. Es gibt seit dem 19. Jahrhundert eine (nicht durchgängig gebrauchte) Tradition im Judentum wie später an einzelnen israelischen Schulen, die Addition so zu symbolisieren. Es wird auch in Flugzeugen der El Al für die Steuerung der Sitzeinstellung verwendet. Die meisten Erwachsenen benutzen jedoch das internationale Pluszeichen. Der israelische Religionsgelehrte Adin Steinsaltz bezeichnete das hebräische Pluszeichen 1994 in einem Spiegel-Interview als „absurde Äußerlichkeit“.
Das Zeichen ist in Unicode als U+FB29 ﬩ hebrew letter alternative plus sign enthalten.
Das Pluszeichen wird folgendermaßen definiert und kodiert:
Der Block Mathematische Operatoren, in dem das typographische Minus codiert ist, enthält kein spezielles typographisches Plus.
In TeX/LaTeX wird es schlicht durch sein ASCII-Zeichen codiert.
Ein pluszeichenähnliches Kreuz als Bestandteil enthalten auch alchemistisch-astronomische Symbole wie ♁ „Erde (Planet), Kirche (Kartenzeichen), Antimon“ (U+2641 earth), ♀ „weiblich, Venus, Kupfer“ (U+2640 female sign), ☿ „Merkur, Quecksilber“ (U+263F mercury) – siehe Astronomische Symbole, Planetenmetalle – und etliche andere mehr.