Westen (Film)

Westen ist ein deutscher Spielfilm von Christian Schwochow aus dem Jahr 2013 mit Jördis Triebel in der Hauptrolle. Er basiert auf dem Roman Lagerfeuer von Julia Franck. Das Drehbuch schrieb Heide Schwochow.

Nelly ist eine alleinerziehende Mutter, die im Herbst 1978 nach der Flucht aus der DDR mit ihrem Sohn Alexej in einem Notaufnahmelager in West-Berlin ankommt. Der Film beschreibt die Übergangszeit zwischen den beiden politischen Systemen.
Weltpremiere hatte der Film am 25. August 2013 auf dem World Film Festival in Montreal. In Deutschland hatte der Film am 25. Oktober 2013 auf den Internationalen Hofer Filmtagen Premiere.
Die ersten Rezensenten lobten insbesondere Triebels darstellerische Leistung und Schwochows einfühlsamen Umgang mit der deutsch-deutschen Thematik, übten aber auch Kritik an verschiedenen Aspekten des Films. Während Ronnie Scheib in Variety die psychologische Konstruktion der Filmfigur Nelly Senff als zu wenig spezifisch und ausdrucksvoll bemängelte, wodurch Westen sich in Details verstricke, kritisierte Kerstin Decker im Tagesspiegel das aus ihrer Sicht zu plötzliche und allzu harmonische Ende des Films. Andreas Kilb sah in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen schön anzusehenden Film mit einer großartigen Hauptdarstellerin, in dem die literarische Vorlage jedoch dramaturgisch nicht konsequent genug umgesetzt wurde. Dietmar Kanthak von epd Film lobte, dass Westen nicht bloß spannender Geheimdienstthriller und Dokufiktion sei, sondern vielmehr parabolisch von Entwurzelung und Einsamkeit, den Widrigkeiten des Neubeginns und der Wiederbelebung erstorbener Gefühle erzähle.

Nagarjuna-Sagar-Talsperre

Die Nagarjuna-Sagar-Talsperre ist eine große Talsperre in Indien. Sie befindet sich zwischen den Städten Guntur und Hyderabad am Krishna, auf der Grenze des Distrikts Guntur im Bundesstaat Telangana und dem Distrikt Nalgonda im Bundesstaat Andhra Pradesh. Es war eines der ersten modernen Wasserkraftprojekte Indiens. Die Nagarjuna-Staumauer wurde 1969 fertiggestellt, ist 124 m hoch, 1 km lang und hat 26 Verschlüsse an der Krone. Sie soll die größte aus Mauerwerk gebaute Staumauer der Welt sein.

Der Stausee ist mit seinem Speicherraum von rund 11.500 Mio der größte Indiens, aber weltweit – sowohl nach Speicherraum wie auch nach Wasseroberfläche – nicht unter den größten 100. Für den Speicherraum schwanken die verfügbaren Angaben von 11.315 über 11.472 und 11.500 bis 11.561 Millionen Kubikmeter.
In letzter Zeit sind die Zuflüsse zum Stausee geringer geworden, weil es inzwischen oberhalb eine steigende Zahl weiterer Projekte gibt.
Der Fluss Krishna ist einer der längsten Flüsse Indiens und entspringt in Mahabaleshwar in Maharashtra, fließt durch Sangli und mündet bei Hamasaladeevi in Andhra Pradesh in den Golf von Bengalen. Der Bundesstaat Andhra Pradesh konnte den Fluss bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nicht effektiv nutzen, weil es kein Reservoir zur Speicherung des Wassers gab. Einerseits verwüsteten Hochwasser die Dörfer im Distrikt Krishna, während andererseits der Distrikt Nalgonda und Gunturu das überschüssige Wasser nicht nutzen konnten.
Das Vorhaben, eine Talsperre zu bauen, um das überschüssige Wasser des Flusses zu nutzen, wurde von den britischen Herrschern im Jahr 1903 vorangetrieben. Siddeswaram und Pulichintala wurden als mögliche Standorte für ein Reservoir gefunden, aber keiner dieser Vorschläge wurde verwirklicht.
Basierend auf dem Bericht des Khosla-Komitees von 1952 entschied die Regierung unter der Führung von Jawaharlal Nehru, als Teil des ersten indischen Fünfjahresplans in Trockengebieten Stauseen zu bauen. Die Regierungen der Bundesstaaten wurden aufgefordert, mögliche Standorte für solche Projekte zu nennen. Nachdem Andhra Pradhesh 1953 gegründet worden war und seine Regierung eine solche Aufstellung gemacht hatte, wurde der Grundstein für die Nagarjuna-Sagar-Talsperre am 10. Dezember 1955 gelegt. Sie wurde nach dem buddhistischen Mönch Nagarjuna benannt.
Die Bauarbeiten begannen im Februar 1956, aber wegen fehlender Mittel gab es keine moderne Ausrüstung. Die Staumauer wurde deshalb aus Mauerwerk gebaut statt aus Beton. Bei Macherla wurde eine Zementfabrik für das Bauprojekt errichtet. Auch eine Eisenbahnlinie zwischen der Baustelle und der Zementfabrik wurde gebaut. Die Steine kamen aus den nahe gelegenen Sunkesula-Steinbrüchen, Sand aus den Flüssen Rayavaram und Halia. Die buddhistischen Denkmäler und andere historische Artefakte in der Gegend wurden versetzt oder im Nagarjuna-Konda-Museum aufbewahrt. 1967 wurde die Talsperre von Premierministerin Indira Gandhi eingeweiht. Der Bau der Staumauer wurde 1969 vollendet. Vollständig nutzbar war die Talsperre 1972, nachdem die Kronenverschlüsse eingepasst waren. Die Gesamtaufwendungen einschließlich Wartung bis 2005 betrugen 1300 crore (13 Mrd.) Rupien. Die Zahl der am Projekt beteiligten Bauarbeiter variierte zwischen 45.000 und 70.000. Ungefähr 174 Menschen kamen bei Unfällen während der Bauarbeiten ums Leben. 52 Dörfer verschwanden im Wasser und 24.000 Menschen mussten umsiedeln. Die Umsiedlungen dauerten bis 1967.
Die Talsperre versorgt die Distrikte Nalgonda, Prakasam, Khammam, Krishna und Gunturu mit Bewässerungswasser. Zwei Kanäle – rechts und links – wurden gebaut, um das Wasser aus dem Stausee zur Versorgung abzuleiten. Der rechte Kanal (Jawahar-Kanal) ist 203 km lang und bewässert 4500 km² Land. Der linke Kanal (Lalbahadur-Shastri-Kanal) ist 295 km lang und bewässert 4200 km².
Das Wasserkraftwerk hat eine Stromerzeugungskapazität von 815,6 MW. Am rechten Kanal kommt ein Kraftwerk mit 90 MW hinzu und am linken Kanal eines mit 60 MW. (nach Andhra Pradesh Hydel Power Plants)
(nach Nagarjuna Sagar Project Brief Profile)
Gesamte Bauwerkslänge: 4864 m

Altai-Maral

Altai-Maral (Cervus canadensis sibiricus)
Der Altai-Maral (Cervus canadensis sibiricus) ist eine Unterart des Wapitis aus der Familie der Hirsche (Cervidae). Er ähnelt stark den amerikanischen und anderen nordostasiatischen Wapitis, wie dem Tianshan-Wapiti (Cervus canadensis songaricus), die möglicherweise alle einer einzigen Unterart (Cervus canadiensis canadiensis) zuzuordnen sind.
Weitere asiatische Hirsche, die den Wapitis zugerechnet werden, sich aber genetisch von Altai-Maralen und Amerikanischen Wapitis unterscheiden sind die Südasiatischen Wapitis und die Isubrahirsche (Cervus canadensis xanthopygus).
Aufgrund des Namens ist er leicht mit dem Kaukasusmaral (Cervus elaphus maral) aus Kleinasien zu verwechseln. Dieser ist im Gegensatz dazu eine Rasse des Rothirsches. Die Grenze zwischen Wapitis und gewöhnlichen Rothirschen – die früher zu einer Art zusammengefasst wurden, heute jedoch als zwei getrennte Arten betrachtet werden – verläuft in Zentralasien südlich des Tianshan-Gebirges und der Gobi. Nordöstlich dieser Linie leben die Wapitis.

Der Altai-Maral, der auch sibirischer Wapiti genannt wird, bewohnt das Altai- und Sajangebirge, die nordwestliche Mongolei sowie die Gebiete westlich des Baikalsees. Im Südwesten löst ihn der sehr ähnliche Tianshan-Wapiti aus dem Tianshan- und Alatau-Gebiet ab. Gelegentlich werden Altai-Maral und Tianshan-Wapiti zu einer einzigen Unterart (Cervus canadensis songaricus) vereinigt. Im Osten schließt sich das Verbreitungsgebiet des kleineren Isubrahirsches an, der die Amurregion, die Ostmongolei, Nordkorea und Nordchina bewohnt. Die Zahl der Altai-Marale in Russland und der Mongolei wird auf etwa 300.000 Tiere geschätzt.
Altai-Marale und Tianshan-Wapitis sehen den amerikanischen Wapitis ähnlich und stehen auch in der Körpergröße diesen nicht nach. Die Schulterhöhe ausgewachsener Männchen beträgt bis zu 155 cm, das Körpergewicht bis zu 300 kg. Die Kühe sind wesentlich kleiner. Die Kälber sind größer als die anderer altweltlicher Rothirschrassen und wiegen in der ersten Woche nach der Geburt etwa 11 bis 22 kg. Im Sommer sind beide Geschlechter recht ähnlich gefärbt und einfarbig zimtbraun. Im Winter sind die Bullen an den Seiten gräulich braungelb, am Hals, Bauch, und den Schultern dunkler zimtbraun. Die Weibchen sind in der kalten Jahreszeit einheitlicher graubraun gefärbt. Der große Spiegel (helle Fellfärbung am Hinterteil) variiert in der Färbung von dumpf-rostfarben bis heugelb und erstreckt sich bis zur Kruppe. Das Geweih ist sehr groß, kronenlos und endet in sechs bis sieben Enden. An der ersten Verzweigungsstelle biegt die Hauptstange scharf nach hinten ab. Kopf und Maul dieser Rasse sind ziemlich breit. Der Brunftruf entspricht dem hohen Schrei amerikanischer Wapitis und nicht dem Röhren europäischer Rothirsche.

Einkristall

Ein Einkristall oder Monokristall ist ein makroskopischer Kristall, dessen Bausteine (Atome, Ionen oder Moleküle) ein durchgehendes einheitliches, homogenes Kristallgitter bilden. Dies unterscheidet Einkristalle von polykristallinen Aggregaten, verzwillingten Kristallen oder amorphen Substanzen.

Man kann Einkristalle nach ihrem chemischen Aufbau in drei Gruppen einteilen:
Die Kristallstrukturanalyse zur Aufklärung von Molekülstrukturen ist heute eine Standardmethode der Chemie und der Biochemie. Hierfür ist jedoch die Kristallisation der Moleküle Voraussetzung, was insbesondere bei biologischen Molekülen sehr schwierig sein kann. Idealerweise wird die Untersuchung an einem Einkristall durchgeführt. Manchmal ist dies unmöglich, da nicht genügend große Einkristalle einer Substanz zur Verfügung stehen. Heutzutage ist es zwar möglich, selbst das Beugungsmuster von Kristallpulvern im Rahmen einer Kristallstrukturanalyse auszuwerten, allerdings geht hierbei durch Überlagerung von Beugungsmaxima Information verloren, sodass die Ergebnisse von geringerer Qualität sind. Doch selbst aufwendig gezüchtete Einkristalle besitzen noch Gitterfehler.
In der Technik werden Einkristalle wegen ihrer reproduzierbaren Eigenschaften eingesetzt. Da sie nahezu keine Korngrenzen oder andere Strukturfehler besitzen, erhöht sich beispielsweise die mechanische Belastbarkeit des Materials. So werden z. B. Turbinenschaufeln aus einer einkristallinen Nickelbasis-Legierung gefertigt. Dabei haben diese Einkristalle eine einheitliche Ausrichtung der Gitterstruktur, können aber durchaus mehrere Phasen besitzen.
Auch die Oberflächen von anorganischen Einkristallen sind einkristallin. Sie können als zweidimensionaler Einkristall verstanden werden, wenn man nur die oberste Schicht betrachtet, und sind Gegenstand der Forschung im Bereich der Oberflächenchemie und -physik. Niedrig indizierte Einkristalloberflächen sind z. B. Si(111), Ag(100) oder Au(110). Auf diesen Oberflächen sind die Atome auf ebenen Terrassen angeordnet, die durch meist monoatomare Stufen unterbrochen sind. An diesen Stufen zeigen Adsorbate ein anderes Verhalten als auf atomar glatten Bereichen. Bringt man eine einzelne Schicht organischer Moleküle auf einkristalline Oberflächen auf, erhält man bei niedriger Bedeckung meist Selbstorganisierende Monoschichten. Diese nur eine Moleküllage hohen organischen Schichten können analog zu anorganischen einkristallinen Oberflächen als zweidimensionale Einkristalle bezeichnet werden. Wie bei aus Atomen aufgebauten Einkristallen sind die Moleküle auch hier hochgeordnet. Graphen, eine freistehende Schicht aus Kohlenstoffatomen, ist ebenfalls ein zweidimensionaler Einkristall.

Ørjan Nilsen

Ørjan Nilsen (* 14. Juni 1982 in Kirkenes) ist ein norwegischer DJ und Musikproduzent im Bereich Trance und Progressive.

Ørjan Nilsen bekam im Alter von sieben Jahren sein erstes Keyboard und übte darauf regelmäßig. Im Alter von 16 Jahren erhielt er schließlich seinen ersten Synthesizer und ein Jahr später begann er auf dem PC zu experimentieren. Ende 2004 hatte er einige inoffizielle Remixe und Eigenproduktionen produziert und über die Website trance.nu wurde die Trance-Community auf ihn aufmerksam.
2006 erschien seine erste Vinyl-Veröffentlichung Arctic Globe / Prison Break bei Intuition Recordings. Arctic Globe kam schließlich in den niederländischen Dance-Charts auf Platz eins. 2008 wurde seine Produktion Be As One (La Guitarra) auf Armin van Buurens Musiklabel Armada Music veröffentlicht. Sehr erfolgreich war auch die Produktion Between the Rays, die auf Armins Jahrescompilation A State of Trance 2011 kam. Im Juni 2011 erschien Ørjans Debütalbum In My Opinion.
2012 kam er auf Platz 32 in der jährlichen Wahl der Top 100 DJs von DJ Magazine. Im selben Jahr war er an den International Dance Music Awards (IDMA) als „Best Break-Through DJ“ nominiert. Die Auszeichnung ging schliesslich an Hardwell.

Norddeutsche Fußballmeisterschaft 1912/13

Die Norddeutsche Fußballmeisterschaft 1912/13 war der achte vom Norddeutschen Fußball-Verband organisierte Wettbewerb. Sieger wurde Eintracht Braunschweig. Die Eintracht nahm nicht an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil, da das norddeutsche Endspiel erst zwei Wochen nach dem Endspiel um die deutsche Meisterschaft stattfand.

Mecklenburgs Meister Rostocker FC und Schleswigs Meister Flensburg 08 nahmen aus unbekannten Gründen nicht teil.
Gespielt wurde am 20. April 1913. Bremens Meister BSC 91 stand erst nach dem Viertelfinale der norddeutschen Endrunde fest und konnte daher nicht mehr teilnehmen. Victoria Hamburg kam dadurch kampflos weiter.
Gespielt wurde am 18. Mai 1913.
Gespielt wurde am 25. Mai 1913.
1905/06 | 1906/07 | 1907/08 | 1908/09 | 1909/10 | 1910/11 | 1911/12 | 1912/13 | 1913/14 | 1914/15 | 1915/16 | 1916/17 | 1917/18 | 1918/19 | 1919/20 | 1920/21 | 1921/22 | 1922/23 | 1923/24 | 1924/25 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1929/30 | 1930/31 | 1931/32 | 1932/33

Jürgen Treber

Jürgen Treber (* 1960 in Rüsselsheim) ist ein deutscher Jurist und seit 1. August 2008 Richter am Bundesarbeitsgericht.
Treber studierte Rechtswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dort wurde er 1995 mit der Untersuchung „Aktiv produktionsbehindernde Maßnahmen: Zur Zulässigkeit von Betriebsbesetzungen und Betriebsblockaden unter Berücksichtigung des Funktionzusammenhangs von Privatautonomie, Tarifautonomie und Arbeitskampfrecht“ zum Dr. iur. promoviert. Nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen trat Treber 1999 in den höheren Justizdienst des Landes Rheinland-Pfalz ein, wo er an den Arbeitsgerichten Ludwigshafen und Mainz als Richter tätig war. In den Jahren 2002 und 2003 wurde Treber als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesarbeitsgericht, 2007 an das Justizministerium des Landes Rheinland-Pfalz abgeordnet. 2007 war er zudem in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz tätig. Im September 2007 folgte die Beförderung zum ständigen Vertreter eines Direktors am Arbeitsgericht Mainz. Treber ist mit Inge Kroppenberg verheiratet, einer deutschen Rechtswissenschaftlerin und Inhaberin des Lehrstuhls für Römisches Recht, Bürgerliches Recht und Neuere Privatrechtsgeschichte an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Am 26. Mai 2008 wurde Treber mit Wirkung zum 1. August 2008 zum Richter am Bundesarbeitsgericht ernannt.

Stechginster

Stechginster (Ulex europaeus)
Der Stechginster (Ulex europaeus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Stechginster (Ulex) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).
Der Stechginster weist, vor allem in den heißen Sommermonaten, ein hohes Brandrisiko auf, weil er zwei bis vier Prozent leicht entzündliche Öle in den grünen Zweigen enthält.
Der Stechginster hindert mit seinen vielen Zweigen und großen, kräftigen Dornen (10 bis 20 Millimeter) Tiere daran, seine Blüten zu fressen. Zweige und Dornen können ein undurchdringliches Dickicht bilden, in denen sich auch abgestorbene Sträucher anhäufen können.

Der Stechginster ist ein laubwerfender, dorniger, sparrig verzweigter Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 2 Metern erreicht. Seine Laubblätter sind zu feinen Nadeln aufgerollt. Die Blätter und Kurztriebe sind zu Dornen umgebildet.
Die Blütezeit reicht von Anfang des Frühling bis Frühsommer, von April bis Juli. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die zwittrigen Blüten sind bei einer Länge von etwa 2 Zentimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf gelben Kronblätter stehen in der typischen Form der Schmetterlingsblüte zusammen.
Meist jeweils zwei Samen befinden sich in einer 15 bis 20 Millimeter langen, stark behaarten Hülsenfrucht, die von der Blütenkrone umhüllt bleibt.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 96.
Vegetative Vermehrung erfolgt durch Wurzelsprosse. Die Sprossdornen und dornartigen, stechenden Blättern, des Stechginster dienen als Fraßschutz gegen verschiedene Wiederkäuer, aber beispielsweise nicht gegen Kaninchen, Pferde und Ziegen wirksam sind. Die Dornen sind natürlich auch als Kondensationspunkte ökologisch bedeutsam. Die Jugendblätter sind dagegen gefiedert und nicht dornig. Die Zweige sind grün und photosynthetisch aktiv; in strengen Wintern frieren sie aber zurück.
Blütenökologisch handelt es sich um „Schmetterlingsblumen mit Schnellmechanismus“ ohne Nektar. Bestäuber sind Hummeln und Bienen.
Die Samen besitzen ein ölhaltiges Elaiosom zur Ameisenausbreitung. Es findet auch Menschenausbreitung statt über Verwilderungen aus Anpflanzungen. Fruchtreife ist von Juli bis August. Die Samen sind langlebig und feuerresistent.
Ursprünglich kommt der Stechginster aus den atlantischen Regionen Europas. Der Stechginster ist als Neophyt weit auf der Erde verbreitet und kommt auch in großen Teilen Deutschlands vor.
Der Stechginster wächst in gemäßigtem Klima vorzugsweise auf trockenen oder sumpfigen Sandböden.
Der Stechginster gilt als eine der 100 weltweit schlimmsten Invasiven Pflanzen (Neophyten).
Die Erstveröffentlichung von Ulex europaeus erfolgte durch Carl von Linné.
Man kann Ulex europaeus zwei Unterarten unterscheiden:
Die Früchte und die Zweige sind für Menschen sehr giftig. Die Hülsenfrüchte sind besonders wegen des Gehalts von bis zu 1 Prozent Cytisin sehr giftig.
Als Arzneidroge dienen die Samen und die jungen Triebe. Wichtige Inhaltsstoffe sind das Cytisin, Anagyrin, Methylcytisin, Flavonoide und Lectine (Ulexlectin).
Stechginster eignet sich gut zur Fütterung von Hühnern, Rindern und Pferden. So bildet er eine ideale natürliche Auslaufbegrenzung für Haustiere. Gleichzeitig fördert er die Bodenfruchtbarkeit, da er viel Stickstoff aus der Luft bindet und ihn dem Boden zuführt.
Aus den Blüten wird auch ein gelber Farbstoff zum Färben von Textilien gewonnen (Färberpflanze).
Das Ulexlectin dient in der experimentellen Medizin als Marker für Endothel- bzw. Tumorzellen vaskulären Ursprungs.

Ferocactus wislizeni

Ferocactus wislizeni
Ferocactus wislizeni ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ferocactus in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae).

Ferocactus wislizeni wächst meist einzeln mit kugel- bis säulenförmigen Trieben und erreicht bei Durchmessern von 80 Zentimetern Wuchshöhen von bis zu 3 Meter. Es sind 20 bis 30 kaum gehöckerte Rippen vorhanden. Die darauf befindlichen Areolen stehen bei jungen Pflanzen weit voneinander entfernt und fließen später fast zusammen. Die daraus entspringenden unterschiedlichen Dornen sind weiß bis rot oder grau. Die vier Mitteldornen stehen über Kreuz, sind quer gebändert und 8 bis 10 Zentimeter lang. Die untersten von ihnen sind am kräftigsten, abgeflacht und häufig hakenförmig gebogen. Die Gestalt der etwa zwölf, 4 bis 5 Zentimeter langen Randdornen variiert von nadelig bis borstenartig.
Die trichterförmigen, gelben bis gelblich orangen bis roten Blüten erreichen eine Länge von 4 bis 5 Zentimeter und weisen ebensolche Durchmesser auf. Die bis zu 5 Zentimeter langen, eiförmigen Früchte sind zur Reifezeit gelb.
Ferocactus wislizeni ist in den Vereinigten Staaten in den Bundesstaaten Arizona, New Mexico und Texas sowie in den mexikanischen Bundesstaaten Sonora, Sinaloa und Chihuahua verbreitet.
Die Erstbeschreibung als Echinocactus wislizeni erfolgte 1848 durch George Engelmann. Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose stellten sie 1922 in die Gattung Ferocactus.
In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Vulnerable (VU)“, d.h. als gefährdet geführt.

The Ice Palace

The Ice Palace ist eine Kurzgeschichte von Francis Scott Fitzgerald, die 1920 im US Magazin Saturday Evening Post veröffentlicht wurde und in Fitzgeralds Essayband Babylon Revisited zu finden ist.
In der Kurzgeschichte behandelt Fitzgerald den kulturellen Konflikt zwischen den Nord- und Südstaaten der USA. Die junge Sally Carrol Harper ist 19 Jahre alt und kommt aus dem kleinen, südlichst gelegenen Ort Tarleton in Georgia. Die hübsche, selbstbewusste Frau genießt ihr Leben im Süden auf der einen Seite, auf der anderen verspürt sie den Drang, nach etwas Neuem, Modernem und Intellektuellem zu streben. Sie verliebt sich während einer Reise nach North Carolina in Harry Bellamy, einem Yale Absolventen aus dem Norden. Ihm zuliebe zieht sie in seinen Heimatort, dessen Name im Text nicht erwähnt wird. Der Ort wird als verschneite, eisige Kleinstadt beschrieben, in der auch die Menschen kühl, abweisend und unfreundlich sind. Sally Carrol fühlt sich nicht wohl und vermisst die Wärme, Ruhe und Freundlichkeit des Südens. Die beiden besuchen einen Eispalast in dem Sally Carrol die Orientierung verliert und sich in einem Labyrinth aus Eis verläuft. Gefangen in der Dunkelheit überkommt sie eine lähmende Angst, die sie in einen paralysierten Zustand versetzt. Nach ihrer Rettung verlässt sie Harry und den Norden und kehrt in ihre Heimat Tarleton zurück.